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Die Flucht
nach Ägypten
Quelle: Matthäusev. 2.13
Termin: 28. Dezember (Zw. Epiphanie u. Fest der Unschuld. Kinder)
Der Fluchtweg weist auf das Kommen Christi hin, deutet andererseits auch
auf den Leidensweg des Herrn.
1. Figurenzahl:
a) nur schlafender Josef mit befehlendem Engel (= Aufbruch) und huldigender
Ägypterkönig Aphrodisius (= Ankunft)
b) Maria im Seitensitz auf einem Esel reitend mit dem Jesuskind auf ihren
Knien und der Esel führende Josef
c) zur Belebung der Leere oft weitere Figuren: wegweisender Engel; Schutzengel;
junger, Wasserschläuche und Holz tragender Mann; eine Frau (Salome);
manchmal auch Ochse
2. Landschaft:
Flora und Fauna müssen zusammenstimmen!
a) am häufigsten führt der Weg durch wilden Wald mit Gewimmel
von Tieren
b) Ausgangspunkt und Ziel der Reise werden mit 2 Städten bezeichnet,
die linke in hellem Morgenlicht (Bethlehem), die rechte im Dunkel der
Nacht (Heliopolis)
c) wirklichkeitsnahe Darstellung: durch besiedeltes, fruchtbares Gebiet
oder auf der Karawanenstraße durch baumlose, nackte Sandwüste
3. Legendäre Ausschmückungen:
a) 2 Räuber (Dismas und Gesnas), manchmal mit Räuberhauptmann
b) Räuberhauptmann mit seiner Frau und seinem Kind
c) Köhler mit 2 Söhnen, Köhlerhütte
d) Bauer auf teils kahlem Feld, teils Getreidefeld und Soldaten
e) Tempel des Sonnengottes mit vom Sockel gestürzten, heidnischen
Göttern
4. Maria Rast:
a) Felsen mit Mulden für Badewanne und Bettchen,
b) unter geneigtem Palmenbaum
Hinweis:
Adriane Heimendahl: Die Flucht nach Ägypten, Aschaffenburg 1951 P.
Odorich Heinz: Die Flucht nach Ägypten - wie sie wohl Wirklichkeit
war, Aschaffenburg 1955, abgedruckt BKF 133 und 292

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