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Anbetung
der Könige
Quelle: Matthäusev. 2, 9-12
Termin: 6. Januar
1. Bezeichnung "Könige": eigentlich Magier (Sterndeuter),
zunächst in persischen Gewändern. Erscheinen in Altersstufen
mit langem, grauen, mit dunklem, kurzem bzw. ohne Bartwuchs. Aus den phrygischen
Mützen werden Käppchen, dann Kronreife, die zu Kronen werden.
So wurden Magier zu Könige von Europa, Asien und Afrika.
2. Anzahl der Könige: Im Evangelium steht keine Zahl. Ursprünglich
wird eine unterschiedliche Zahl von Magiern, meist aber 4 Weise gezeigt.
Später wurde von Leo XIII. die Zahl 3 wegen der Anzahl der im Evangelium
genannten Geschenke festgelegt.
3. Darstellungsweise: Der Kleiderstil wird durch die Herkunft bestimmt.
Rot, Grün und Blau sind die Farben ihrer Mäntel. Den Al-tersstufen
60, 40 und 20 Jahre entsprechen Haarwuchs und Haarfarbe. Die Haltung ist
kniend und stehen.
a) Melchior ist der Greis aus Europa, er trägt einen roten
Mantel und einen langen, grauen Bart. Er kniet, legt Krone und Zepter
vor das Kind, seine Gabe ist Gold (kgl. Abkunft).
b) Balthasar (Balzer, Belsazar) ist in bestem Mannesalter und kommt
aus Asien. Er ist mit Pluderhose, Turban und grünem Mantel bekleidet.
Er trägt einen kurzen, dunklen Kinnbart, steht aufrecht, mit Zepter
und Prunkgefäß (Weihrauchfaß), seine Ga-be ist Weihrauch
(gottgeweihte Aufgaben).
c) Kaspar ist der Jüngling, stammt aus Afrika und trägt
einen blauen Mantel, Turban, Bund- und Pluderhose. Er hält Zepter
und ein kelchartiges Gefäß in den Händen. Er steht neben
oder hinter den anderen, seine Gabe ist Myrrhe (Menschlichkeit).
d) Das Kind: In der Dreikönigsszene wird das Kind gerne im
Schoße der Mutter gezeigt (Mutter als Thron). Es ist meist zweijährig,
sitzt oft oder steht gar auf einem Beinchen im Schoß, manchmal greift
es sogar nach den Geschenken.
Die Hirtenanbetung geht meist unverändert weiter; man findet bisweilen
zwei Szenen nebeneinander!

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